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Merinoschafe und ihr beliebtes multifunktionales Fellkleid

Merinowolle bildet die Basis der meisten Produkte bei unserem Partner GIESSWEIN. Der Umweltgedanke wird hierbei groß geschrieben. So wird auch das Basiselement aus der Natur gewonnen, genauer gesagt von den sogenannten Merinoschafen. Alles über diesen wertvollen Rohstoff erfahren Sie hier.

Diese Schafrasse zählt zu den ältesten und widerstandsfähigsten. Immerhin wurden sie von den Nomaden in den Hochebenen des Atlas Gebirges gehalten, mussten somit in einem Jahr mehrere hundert Kilometer zurückzulegen und dabei der Kälte aber auch Hitze der Gebirgsregionen trotzen. Temperaturschwankungen bis zu 50 Grad sind für die Tiere kein Problem, denn ihr Fell hat sich an diese Verhältnisse über die Jahrhunderte angepasst. Diese Eigenschaften liefern die perfekten Voraussetzungen für die Herstellung von Funktionskleidung. 

Wo lebt das Merinoschaf?

Merinoschafe kommen ursprünglich aus Nordafrika und sind im Mittelalter durch den Handel mit den Berbern nach Spanien gelangt. Durch ihre feine Wolle hat man schnell ein wirtschaftliches Interesse an ihnen gewonnen. Die Zucht hat sich allerdings erst im 19. Jahrhundert auf andere Länder ausgedehnt. Heutzutage werden sie vorwiegend in Australien und Neuseeland gezüchtet, wo die Wollherstellung ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor ist. Aufgrund der großen Weideflächen entwickelte sich Schafzucht dort zur Massenproduktion, mit dem weltweit größten Schafbestand von über 120 Millionen Tieren allein in Australien. In Deutschland werden zum Vergleich nur etwa 1,5 Millionen Schafe gehalten. Australien ist also mittlerweile der Hauptlieferant für Merinowolle.

Wie sieht ein Merinoschaf aus?

 

Ein Merinoschaf unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht allzu sehr von einem anderen Schaf. Typisch ist allerdings ein recht langer und keilförmiger Kopf, der mit etwas mehr Haaren versehen ist, als beim normalen Hausschaf. Dieser Wollschopf auf der Stirn wird auch Schaupe genannt. Die Ohren hängen etwas tiefer als bei anderen Schafen und sind im Verhältnis ein wenig breiter. Da die Schafe so gezüchtet sind, dass die Haut möglichst viele Falten wirft und dadurch mehr Wollfläche entsteht, wirken die Merinoschafe auch deutlich kräftiger als andere Schafarten. Die Struktur der Wolle ist jedoch viel feiner. Merinoschafe sind im Normalfall auch etwas länger als ein gewöhnliches Hausschaf. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, ist die Wolle sehr weiß und wird deshalb als reinweiß bezeichnet.

Wozu werden Merinoschafe gezüchtet?

 

Merinoschafe werden hauptsächlich für ihre Wolle gezüchtet. Auch ihr Fleisch wird konsumiert, allerdings nur in geringem Umfang, denn die Wolle macht die Tiere oft zu wertvoll, um sie wegen des Fleisches zu schlachten. Merinowolle ist eine sehr feine Wolle im Vergleich zu anderen Wolltypen und deshalb perfekt geeignet für die Herstellung von Bekleidung. Die feine Struktur und die lange Lebensdauer haben die Wolle zu Beginn des 20 Jahrhunderts immer beliebter gemacht. Vor allem das Militär hat die Vorteile für den Outdoor Gebrauch  für sich entdeckt. Nach dem ersten Weltkrieg, hat die Merinowolle ihren Weg in die Modewelt gefunden. Sie wird seither von vielen Designer verwendet und ist aufgrund der vielen Vorzüge ein stets beliebtes Material. Die atmungsaktive Wolle reguliert die Temperatur, sie hält im Winter warm und sorgt im Sommer für angenehme Kühle. Außerdem nimmt sie aufgrund ihrer schuppigen Oberfläche unangenehme Gerüche auf noch bevor Bakterien unseren Schweiß zersetzen und dieser zu stinken beginnen kann. Die wasserabweisenden Fasern der Wolle verhindern zusätzlich die Entstehung eines feuchten Klimas, welches das Wachstum von Bakterien begünstigt. Mit dieser antibakteriellen Wirkung sorgt die Merinowolle für Tragekomfort von den Schuhen bis zur Jacke. Die Vorteile und positiven Eigenschaften der funktionalen Naturfaser liegen also klar auf der Hand.

Die besten Merino Produkte

Die Vorzüge dieser Wolle kommen besonders bei Schuhen zum Vorschein und werden im gesamten GIESSWEIN Sortiment zu Ihrem Vorteil genutzt. Der Wool Cross X Sportschuh ist wasserabweisend und temperaturregulierend, der Merino Runner weich und absolut bequem, sodass man ihn am liebsten nur noch barfuß tragen würde.
Doch nicht nur an unseren Füßen glänzt die Merinowolle. Die Damen- und Herrenmützen von GIESSWEIN aus Merinowolle sind genial für kalte Wintertage, sei es für den Weg zur Arbeit oder sportliche Aktivitäten. Es gibt nichts was die Merinostoffe nicht schaffen. Egal ob Sie sich einen gemütlichen Tag zuhause machen wollen oder lieber einen actionreichen Tag draußen verbringen, die Merino Produkte von GIESSWEIN sind die perfekten Begleiter für jeden Lifestyle. Unsere Wollhausschuhe halten sogar die kältesten Füße warm.

Ist Merinowolle ethisch vertretbar?

Bei GIESSWEIN wird sichergestellt, dass die Merinowolle von Farmen kommt, die ethisch einwandfrei mit den Tieren umgehen. Deshalb arbeiten sie nicht mit Schaffarmen, die Mulesing Methoden anwenden. Beim Mulesing werden Hautlappen rund um den Schwanz der Tiere entfernt, in denen sich häufig Fliegen und deren Larven einnisten. Diese fressen sich in die Haut und verursachen oft schwere Infektionen, sodass die Tiere sogar verenden können. Die Schafe vor diesen Parasiten zu schützen ist an sich nicht verwerflich. Die Hautfalten ohne Betäubung zu entfernen ist jedoch Tierquälerei und das kann GIESSWEIN nicht mit seinen Werten vereinbaren. Sie arbeiten deshalb ausschließlich mit Schaffarmen in Uruguay zusammen, wo dieser Fliegenmadenbefall nicht existiert und deshalb auch nicht die Notwendigkeit besteht, die Tiere dagegen zu behandeln.

Warum wird die Wolle bei GIESSWEIN außerdem noch guten Gewissens verarbeitet? Die Wolle der Schafe verhält sich wie die Haare der Menschen, sie wächst kontinuierlich nach. Die Schafe müssen also mindestens einmal im Jahr bis auf die Haut geschoren werden, nicht nur um die kostbare Wolle zu gewinnen, sondern auch um die Gesundheit der Tiere zu gewährleisten. Zwischen zwei und vier Kilogramm gewaschener Wolle fallen dabei pro Jahr durchschnittlich von einem Schaf ab. Wenn Schafe nicht geschoren werden, verfängt sich mehr Dreck in ihrem Fellkleid, was wiederum den Befall mit Parasiten begünstigt. Wird die Wolle zu viel, werden die Tiere in ihrer Bewegungsmöglichkeit eingeschränkt oder es kann passieren, dass sie nichts mehr sehen können. Da die Wolle wieder nachwächst, ist sie ein nachhaltiges Naturprodukt, das zudem biologisch abbaubar ist. Die Verwendung von Merinowolle ist deshalb Teil der Green Strategy, die bei GIESSWEIN verfolgt wird. Alle Produkte werden mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit und unter Einhaltung der Zero-Waste-Policy hergestellt.